Weltstadtbummel

Kaum zurück aus Berlin, zurück von einem außerordentlich schönen Wochenende, hatte ich zwei Tage später das Glück, schon wieder in die Stadt zu kommen: Hamburg diesmal. Eine Fortbildung, nicht wirklich erheiternd, eher ziemlich anstrengend. Was mich ein bißchen beunruhigt, denn die Inhalte sind mir grundsätzlich geläufig. Aber dieses Rumsitzen, auf den Monitor starren, dann wieder auf das vom Beamer an die Wand geworfene starren, versuchen, dem Dozenten zuzuhören und (fast) gleichzeitig in die Tasten zu hacken, was der gerade erzählt, mit einschläfernder Stimme natürlich, während ich noch gleichzeitiger viel lieber daran denke, was ich danach machen werde.
Was mich beunruhigt, ist, daß es mir schwer fällt, mich zu konzentrieren. Die Gedanken schweifen gar zu gern ab, das Beamerbild erkenne ich nicht gut genug, um die Schrift lesen zu können und inhaltlich häufen sich logische Stolperer.

Ein wenig fürchte ich, daß es mir abends nur noch so geht: alles irgendwie unscharf.
Aber der feucht-kalte Nieselregen und die steiffrische Elbebriese mischen den müden grapf doch recht munter wieder auf. Und so freut der sich denn wie so’n kleiner Junge über all die riesigen Kräne und Kähne und das alles mit Licht. Und so’n schönes Licht bei dem diesigen Wetter. Wie der das mag…!

Abends also nix wie hin an die Landungsbrücken, staunen, schlottern und mit der Fähre fahren, einmal Elbe runter bis Övelgönne und dann wieder Elbe rauf.
Nach dem zweiten Tag, an dem das Lernen doch auch bißchen leichter fiel, und nachdem ich noch mal an die Elbe und auf die Elbe mußte, war es denn aber doch auch schön, in den Zug zurück nach Hause zu steigen, das Glück zu haben, einen Ersterklasse-Wagen zu erwischen, der für die 2. Klasse genutzt werden durfte und so richtig bequem reisen zu können. Bahnfahren kann einfach enorm schön sein, mit der richtigen Musik in den Ohren und den richtigen Erinnerungen im Herzen.

Und jetzt kann die nächste Weltstadt mal ein paar Tage warten.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. kopfherz

    eine geschichte zum ersten bild – ich bin so frei :-)

    das zeichen … das ZEICHEN … fallt auf euer gestreiftes anlitz, denn dort seht: DAS zeichen …
    die spiegel treiben auf … gefüllt mit raubvögeln fördern sie die absaugung …
    oh dampfer nach malaga, erlöse uns von den ausschweifungen der farbbänder.

    zedern der geburtsschwämme, goldene und silberne medaillen der siechen tondichter, besaltert uns.

    unumschränkter tummelplatz aquamariner eindummung, zulauf der hämophilen offerte, oh madonna strontium, schütze uns vor dem gereimten.

    vermerke das felleisen mit scham, oh neurotische büstenhalter, oh straße des heimtückischen flitzdienstes, wir bitten dich!

    rotierende kugel der preßluftlorbeerratsche, berate uns. fürbitter im zopf und nimmerwiedersehen, magnetisiere mich.

    wir, deine fährten, die analphabeten der planke des heiligen conde, erkennen den blitz der vergangenheit, oh lanzettauge amphibischer weisheit. grün! leibt! abgenommen! alle kaktusfeigen schnecken im gierenden schoß der begotteten bimssaladin. oh bims! oh flantex! oh!

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