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Erinnerungen, heißt es, sind wesentlicher Bestandteil der Persönlichkeit. Wenn man Bilder wieder vor Augen geführt bekommt, die einmal Eindruck hinterlassen haben, dann aber doch in Vergessenheit geraten sind, wird dies besonders deutlich. Ein gewisses déjà vu stellt sich ein, mit realem Hintergrund. Die Erinnerung an Gefühle schimmert plötzlich durch. Womöglich ist man auf einmal wieder Kind und würde gern die Hand des Vaters in die eigene nehmen, sich führen lassen, Schutz und Sicherheit suchen, Orientierung finden.

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Gerade dann in so einer Situation zu erleben, dass zwar eine väterliche Hand greifbar scheint, die auslösende Erinnerung jedoch nicht geteilt wird, überhaupt gemeinsame Erinnerungen nur noch mühsam und sehr unvollständig wiederherstellbar sind, das stößt einen in eine Leere, als sei die eigene Vergangenheit plötzlich Fiktion.
Man verspürt den Drang dagegen an zu erinnern, um darin wieder ein reales Gefühl für die eigene Geschichte, das eigene Selbst zu finden.

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