5. Februar 2007

Lautenthals Glück


Der Besuch des Schaubergwerks in Lautenthal bei Wildemann im Harz hat uns schwer beeindruckt. Mehr noch als das unmittelbare Erleben der Technik, von “Fahrkunst” und den Ausmaßen von Stollen und Sohlen beschäftigt einen das Leben der Menschen, die unter heute eigentlich unvorstellbaren Bedingungen gearbeitet haben: 12 Stunden am Tag plus 3 Stunden “Fahrzeit” nach unten und wieder nach oben und 6 Tage die Woche. Entsprechend kurz war die Lebenserwartung. Wenn man da überhaupt von so etwas wie “Erwartung” sprechen kann.
Allein schon, wie man geblendet ist draußen am Tageslicht, wenn man nach nur einer Stunde aus dem Berg zurückkehrt.

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19. November 2006

Waldspaziergang

Da gibt es im Göttinger Wald so Ecken, wo ganz hohe Eichen stehen. Da bekommt man geradezu Ehrfurcht. Wir spazieren mit einer befreundeten Familie rund 2 Stunden durch den Nieselregen, voller Bewunderung für die Farben des Laubs, durch das unsere Füße in immer feuchteren Schuhen schliddern. Und wie es selbst an diesem grauen Tag in den Bäumen leuchtet! In den Buchen und Ahörnern. Vor allem in den krummen, sich vielfach windenden riesigen Eichen. Bei einer von ihnen versuche ich den Stamm zu umarmen. Ich komme lange nicht halb herum. Aber dieses Gefühl der Nähe.
Überlegungen, jetzt doch endlich einen Baumkult zu gründen. Der Austritt aus der christlichen Kirche ist eh lang überfällig.
Anschließend gibt es einen Berg Nudeln mit roter Sauce und alle sind glücklich und so richtig schön müde.
ps: kein Foto heute, ohne Kamera unterwegs gewesen, nackt quasi.

3. November 2006

Der Andromeda-Nebel

Andromeda-Nebel
Eines Abends auf Lanzarote fuhren wir einfach mal mitten in die Vulkane zum Sternegucken und Photographieren. Nach einiger Zeit, die man brauchte, um sich nicht allein an die Dunkelheit, sondern auch an die ungeheure Vielzahl sichtbarer Sterne zu gewöhnen, fiel mir ein, daß man ja eigentlich prima den Andromeda-Nebel sehen können müßte. Den hatte ich nämlich vor bald 20 Jahren ebenfalls im Oktober auf Gomera erstmalig mit eigenen Augen gesehen. Und so brauchte ich auch zwischen den Vulkanen nicht lange, bis ich ihn vor der Linse hatte. Und dank Tobys 200er konnte ich ihn so abbilden, wie man ihn hier sieht. Nebenbei bemühte ich mich, meinen Sohn nicht nur zum Stillhalten anzuhalten – er saß nämlich in der Tür des Autos, auf dessen Dach ich mein Ministativ für die Kamera gestellt hatte – sondern ihm auch ein paar grundlegende Orientierungshilfen für den Sternhimmel zu geben.
Unbedingt ein Höhepunkt dieses Urlaubs!

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