23. November 2011
Morgentour

Auf dem Weg zur Arbeit gerate ich in örtliche Frühnebelfelder und kann es nicht lassen, weiter und tiefer dahin vorzudringen.
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Auf dem Weg zur Arbeit gerate ich in örtliche Frühnebelfelder und kann es nicht lassen, weiter und tiefer dahin vorzudringen.
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Morgens dichter Nebel, der an den Bäumen und den Pflanzen gefroren ist und alles mit einer dicken Schicht Zuckerguß überzogen hat. Während wir durch die Feldmark laufen, dringt allmählich die Sonne durch die weißen Schleier und erzeugt gerade in den vereisten Bäumen bizarre Gespensterbilder. Faszinierend auch das Windrad im Nebel, das von hinten beleuchtet einen Riesen-Schatten auf mich wirft.
Es fällt schwer überhaupt wieder reinzugehen.
Nachmittags mache ich eine Radtour zum Wendebachstausee. Die Luft ist kalt und ein klein wenig feucht. In ungünstigen Lagen ist der Rauhreif den ganzen Tag liegen geblieben, in einem Seitental des Wendebachs hängt sogar noch ein Nebelschweif. Der Sonnenuntergang färbt den ganzen Westhimmel in kitschige Farben. Die kahlen Bäume davor sorgen für kalte Finger, weil ich die Knipse nicht aus den Händen legen kann.
Ach ja!

die erste Radtour im Jahr an den Wendebachstausee.

Und es war echt allerhöchste Eisenbahn.


Nach dem ersten Sommergewitter des Frühlings dampft die Erde und es ist noch um Längen feuchter als am Morgen.

Eigentlich sind wir auf der Suche nach der Nachtigall oder wenigstens nach Familie Graugans.

Aber die sind alle ausgeflogen.


Das mit wahnsinniger Geschwindigkeit schießende Grün und die kühle Sonne ziehen mich in den Wald, über die Schillerwiesen hinauf zum Kehr und weiter aufs Kerstlingeröder Feld, wo ich eine Weile unter hohen hellgrün strahlenden Hainbuchen sitze und dem Gesang von Rotkehlchen, Amsel und Singdrossel lausche. Den Takt gibt der Specht. Und der Sound ist zum Anbeten schön.
