8. Mai 2012

Neuer PC

Nach gut viereinhalb Jahren habe ich die Teile für einen neuen PC bestellt. Bin sehr gespannt.

Intel Core i5-3550
Thermalright HR-02 Macho
Gigabyte GA-H77-D3H
Corsair XMS3 DIMM Kit 16GB
Crucial m4 SSD 128GB
Seagate Barracuda EcoGreen F4 2000GB
Sapphire Radeon HD 6450
LG Electronics GH24NS
Fractal Design Define R3 USB 3.0 schwarz, schallgedämmt
be quiet! Straight Power E9 400W

:-)

26. März 2010

Objektiv betrachtet: Canon EF-S 15-85

Seit letzten Sommer suche ich nach einem Objektiv für meine Digi-Eos, das mir das Objektivwechseln erspart. Ich weiß, das ist eigentlich nicht der Sinn einer DSLR, daß man sie immer mit demselben Objektiv nutzt. Aber ich reise nicht gern mit schwerem Photogepäck und ich möchte da auch nicht minutenlang rumfummeln müssen, wenn mir ein Motiv auffällt. Da ich viel und liebend gern in Städten rumlaufe und dort meine Motive meistens eher unverhofft finde, ist Geschwindigkeit meistens das wichtigste, um ein Bild überhaupt machen zu können.
Ich gucke deshalb immer schon nach guten Kompaktkameras, habe bereits eine Lumix FX 37 als Brust- und Hostentaschenknipse, mit der ich gelegentlich so gute Bilder hinkriege, daß ich selbst staune. Was mir aber am meisten dabei fehlt, ist die Möglichkeit, mit selektiver Schärfe zu arbeiten. Und natürlich die Möglichkeit, im Dunkeln zu photographieren. Das Rauschen so einer Lumix ist und bleibt grausam und hat mit Körnigkeit, mit der man früher bei hochempfindlichen Filmen gern gelebt hat – und die man heute digital gern wieder in die Bilder reinmogelt, nichts gemein.

Für meine DigiEos habe ich seit bald 5 Jahren das Tamron 28-75 mit der schönen Blende 2,8. Leider hat dieses Objektiv an einer Crop-Kamera einfach viel zu wenig Weitwinkel. Außerdem nervt der langsame, laute und oft auch ungenaue Autokus. Manuell die Entfernung einstellen geht aber auch nicht, weil der Einstellring nicht gerade feinfühlig ist und die Kamera zu wenig Einstellhilfe bietet. Mit Sehnsucht denke ich da an den Schnittbildindikator meiner Olympus OM2 zurück…

Jetzt habe ich mir nach zähem Ringen mit mir selbst wegen dem hohen Preis das Canon 15-85 gekauft. Das ist ein Objektiv, das man nur an Kameras mit APS-C-Sensor nutzen kann, also für Crop-Faktor, nicht für Vollformat. Es ist auch nicht wirklich lichtstark (3,5 – 5,6). Aber der Brennweitenbereich ist absolut genial. Auf KB-Verhältnisse umgerechnet sind das 24 – 136 mm. Von sowas habe ich immer geträumt. Und der Autofokus ist leise, schnell und deutlich genauer als der des Tamrons. Die Trefferquote ist wirklich höher.
Das liegt möglicherweise am Image-Stabilizer. Sowas schickes hatte ich bisher nur in der Lumix und da geht es wegen der Fizzelichkeit der Knipse wohl sowieso nicht ohne. Sonst verwackelt man da alles mit. Aber an einer Spiegelreflex kam ich bisher immer ohne aus.
Und jetzt mit – bin ich echt verblüfft, was das ausmacht. Im available-light-Bereich gelingen mir Bilder aus der Hand, ohne Abstützen, die ich vorher nur mit Stativ hingekriegt habe. Und es gelingt mir deutlich besser, belebte Abend-Stimmungen damit einzufangen. Die Bewegungsunschärfe beteiligter Personen kommt plötzlich als neues Bildelement hinzu, bei scharfem Hintergrund.
Nicht zuletzt ist dieses Ojektiv auch mechanisch überraschend geschmeidig und sehr angenehm einzustellen. Auch manuelles Fokussieren geht, von den Beschränkungen durch den Sucher der Kamera mal abgesehen, prima.

Ich bin begeistert. Und für’s erste tatsächlich mal gut bedient, weil ich jetzt mit 1 Objektiv losziehen kann.

23. Februar 2010

Neues Objektiv oder neue Kompakte oder was?

Seit langem hadere ich mit meiner DSLR-Ausrüstung. Zwar beherrsche ich die Bedienung meiner EOS 30D inzwischen ganz gut, bin mit der Bildqualität im Großen und Ganzen zufrieden und decke mit meinen Objektiven einen Brennweitenbereich von 18 bis 480mm (umgerechnet auf KB) ab, was mehr als ausreichend ist.
Aber diese Ausrüstung ist mir viel zu schwer und unhandlich, als daß ich sie in den letzten Jahren auch nur ein einziges Mal irgendwohin komplett mitgenommen hätte. In den meisten Fällen bin ich mit 1 oder 2 Objektiven unterwegs – und auch das ist mir oft zu viel, zu schwer, zu umständlich. Ich hasse Objektivwechsel. Noch fürchterlicher finde ich Staub und Schlieren auf dem Sensor. Die Operation, den Dreck zu entfernen, mache ich nur im äußersten Notfall und das raubt mir dann den letzten Nerv.
Die wesentlichen Gründe, warum ich überhaupt mit einer DSLR photographiere, sind die Gestaltungsmöglichkeiten mit knapper Schärfentiefe (“DOF”) und im available-light. Bokeh als Gestaltungsmittel ist bei Kompaktkameras nach wie vor quasi unmöglich, es sei denn, man knipst im Makro-Bereich oder baut es nachträglich mit Photoshop ein, was ich auch schon gelegentlich getan habe. Aber bei meinen bevorzugten Motiven (street-Photographie) ist das meistens arg aufwendig. Zu aufwendig. Die low-light-Fähigkeiten hingegen werden zumindest bei manchen Kompakt-Kameras allmählich besser.
Wo könnte also der beste Kompromiß liegen?

Entweder ich möchte für die EOS ein (1!) Objektiv haben, das 80% aller Fälle abdeckt. Da möchte ich mal das neue Canon 15-85 testen und außerdem das neue Sigma 17-70 mit IS und Ultraschallmotor.
Oder ich möchte ein ganz neues Kamerasystem haben, das kleiner und leichter ist und bei dem die Sensorreinigung per Ultraschall oder ähnlich gelöst ist. Z.B. das (µ)4/3-System von Olympus bzw Panasonic. Die Lumix G1 scheint mir ein System zu sein, das enorm viele Vorteile in sich vereint: es ist kompakt, leicht, hat keine Spiegelmechanik, bietet aber alle Möglichkeiten, die auch ein DSLR-System bietet. Leider aber gibt es für das µ4/3-System bislang nicht sehr viele Objektive, die zudem nicht gerade durch besondere Lichtstärke auffallen.
Die dritte Möglichkeit wäre eine reine Kompaktkamera mit fest eingebautem Objektiv. Getestet habe ich bereits die Panasonic Lumix TZ7, die einen verführerischen Zoom-Bereich hat, aber leider sehr schwammige Bedienelemente, die mein Vertrauen nicht geweckt haben. Mein Testexemplar brachte auch keine überzeugende Bildqualität.
Ein paar Tage hatte ich auch die Lumix LX3. Sie macht eine beachtlich gute Bildqualität, liegt aber überhaupt nicht gut in meiner Hand. Sie hat zwar schön viele Knöpfe, mit denen man die wichtigsten Bildparameter direkt einstellen kann. Diese Knöpfe sind aber alle echt zu klein und fummelig. Und schließlich ist mir der Zoom-Bereich bis umgerechnet 60mm einfach zu kurz. Als sie dann auch noch meinen PC beim Herunterladen der Bilder zum Absturz brachte, verlor ich rapide das Interesse an ihr.
Als langjähriger Benutzer einer Canon G6 (vorher auch schon G2) war ich eigentlich scharf auf die G11, bei der Canon im Rückschritt von 15 wieder zu 10 Megapixeln aus meiner Sicht eine idiotische Entwicklung endlich umgekehrt hat. Die Kamera kriegt viele gute Kritiken als bester Universalkompromiß – ihrer Klasse. Ihr Zoom von 28-140mm klingt sehr alltagstauglich, wobei man sich am kurzen Ende natürlich etwas mehr wünschen würde. Noch mehr würde ich mir die bei der G6 noch vorhandene Anfangslichtstärke von 2,0 wünschen – und 3,0 am Tele-Ende. Ebenso hätte ich gern, daß CF-Karten und die alten Akkus weiter nutzbar wären. Von beiden habe ich nämlich reichlich hier rumliegen. Beide waren einmal für die G2 und G6, die EOS 10 und EOS 30 und für die Canon-DV-Kamera nutzbar. Das waren noch Zeiten…
Nun hat Samsung eine neue Kompakte angekündigt, die “nur” 10 Megapixel auf einem 1/1,7?-Sensor unterbringt, bei 24mm eine Lichtstärke von 1,8 bietet und bei 72mm immer noch 2,4. Das klingt ja schon herausragend gut. Und zu alledem hat sie auch noch ein hochauflösendes Klappdisplay. Ob das mein Kompromiss wird? Bin sehr gespannt auf die ersten Testergebnisse und Beispielbilder!
Dazu dann noch eine andere Kompakte mit einem richtigen Tele? Dann würde man 2 Kleinknipsen mit sich tragen, die zusammen so viel wiegen wie ein Zoom-Objektiv für eine DSLR.
Ich denke, letztlich wird für mich die Entwicklung in diese Richtung gehen. Denn immer wieder merke ich, daß es am wichtigsten ist, eine kleine, schnell gezückte Kamera dabei zu haben, weil ich damit meiner persönlichen Art der Kreativität den freiesten und spontansten Lauf lassen kann. Und nicht abends Nackenschmerzen habe. Selbst meine Handy-Camera ist in vielen Fällen der beste Kompromiß – weil ich sie dabei habe und weil sie quasi immer schon angeschaltet ist.
Und für das Bokeh kaufe ich mir eine Software-Lösung? Warum eigentlich nicht…

7. Januar 2009

Musik hören

Im Wohnzimmer steht die gute alte Stereo-Anlage, für die ich erst vor 2 Jahren einen guten neuen Verstärker von Cambridge Audio gekauft habe. Daran angeschlossen ein 18 Jahre alter CD-Spieler von Denon. Seine Schublade geht etwas langsam auf, bei manchen selbstgebrannten CDs springt er hin und wieder. Das eigentlich lästige ist aber, daß er keine mp3-Dateien abspielt.
In der Küche steht ein kleines Set mit aktiven Boxen, an das ich hin und wieder einen mp3-Player oder ein Handy anschließe, um dort Musik hören zu können.
Schöner wäre natürlich, wenn man das alles mit weniger Geräten irgendwie vernetzt hinkriegen würde. In der c’t stehen immer so nette Artikel über irgendwelche Audio-Streaming-Server, die man höchst Wohnzimmer-kompatibel irgendwo in die Ecke stellen und per Fernbedienung auf die Stereo-Anlage, den mp3-Player, der Fernseher oder den Eierkocher legen kann, um überall die zuvor mit Winamp erstellten playlists abnudeln zu können. Aber das lasse ich wohl doch für’s erste.
Stattdessen werde ich mir mal EAC und CDex angucken, um damit meine Lieblings-CDs in womöglich besserer Qualität in mp3s umzuwandeln. Und umgekehrt hoffe ich, damit dann auch die eine oder andere mp3-Datei in WAV zurückverwandeln zu können, damit sie auch der CD-Spieler im Wohnzimmer versteht. Scheinen mir trotzdem alles Kompromisse für eine Übergangszeit zu sein. Wie ja eigentlich alles im Bereich Unterhaltungselektronik. Entweder man kauft sich spätestens alle 2 Jahre komplett neues Equipment oder, wenn man sich das nicht leisten kann oder will, man ist ständig am Konvertieren, Hin- und Her-Kopieren, Geräte An- und Abstöpseln – und freut sich fast ein Bein aus, wenn es zwischendurch mal gelingt, einfach nur genußvoll Musik zu hören.

10. September 2008

Kamera zurück


Nach nur 2 Wochen ist meine Eos 30D aus der Reparatur zurück. Die Firma Geissler in Reutlingen hat den Auslöser repariert und die Kamera so gereinigt, daß sie aussieht wie neu. Und das kostenfrei für mich. Ich bin mehr als zufrieden. Und sehr froh sie wiederzuhaben. Gleich mal ein Spontanbild von gestern Abend.

26. August 2008

Kamera kaputt

Seit Monaten schon nervt mich meine Eos 30D damit, daß sie immer mal und immer öfter erst dann auslöst, wenn ich mir schon fast den Zeigefinger abgebrochen habe. Manchmal ist sie ganz brav und alles funktioniert, wie es soll. Nur wenn das Motiv beweglich ist und es schnell gehen muß oder ich die Kamera still halten muß wegen Langzeitbelichtung, dann tritt das Phänomen garantiert auf, so daß die Verwacklungsgefahr eigentlich zur Verwacklungsgewißheit wird. Anfangs habe ich noch gedacht, ich bilde mir das ein oder es wird schon wieder besser. Aber es wird nur schlimmer und man sieht es vielen Bildern an. Leider.
Also eingetütet das Teil und ab in die Werkstatt. Nun ist sie unterwegs. Bin sehr gespannt, in welchem Zustand sie zurück kommt.

13. Mai 2008

Dias gucken

Nach aufweniger Suche finde ich den Diaprojektor in einem Schränkchen im Vorratskeller. Die Leinwand ist im Kabuff auf dem Dachboden. Beim Aufbauen des Equipments muß ich einige Zeit überlegen, wie das eigentlich geht.
Dann sitzen wir unter freiem Himmel und gucken Dias vom Korsika-Urlaub vor 10 Jahren. 400 am Stück. Eins schöner als das andere. Man ist erstaunt und verzückt, daß man auch mit analogen so antiken Mitteln schon so schöne Bilder machen konnte. Und daß man solch antikes Gerät einfach so (ohne neues Betriebssystem, ohne Updates der Software etc.) zum Laufen bringt. Anschalten und läuft. Bootzeit <= 5 sec!
Ich freue mich so richtig doll, daß ich die Teile nicht verkauft oder verschenkt habe, wie vor Jahren mal angedacht, als man so grundsätzlich auf digital umgeschwenkt ist und sicher gewesen ist, nie wieder das Rauschen und Geklacker eines Projektors hören zu wollen und sich über die unscharfen Bilder zu ärgern und und und.
Was soll ich sagen: da war gar nichts zum Ärgern. Es war einfach nur gut. Und wird jetzt sicher wieder öfter.

14. April 2008

Dias scannen (Fortsetzung)

Fragen Sie mich nicht, wie. Aber am Samstag ist es mir unter nicht mehr klar nachvollziehbaren Umständen gelungen, meinen über 8 Jahre alten Nikon Film-Scanner, den ich eigentlich schon als Elektronik-Schrott entsorgen wollte, zu reaktivieren. Mittels eines SCSI-USB-Adapters (dankenswertesterweise von meinem Bruder überlassen bekommen!) habe ich ihn an meinen aktuellen PC angeschlossen, die zum Adapter mit gelieferte Software installiert, irgendeinen ASPI-Layer noch dazu, dann VueScan installiert und – obwohl ich dasselbe vor gut einer Woche schon einmal getan hatte, da aber komplett erfolglos – funktionierte es: auf einmal begann der Scanner zu scannen.
Nun ist VueScan im Vergleich zu Silverfast eine sehr spartanische Software, an die ich mich erstmal gewöhnen muß. Aber immerhin, es geht überhaupt.

Das verdeutlichte mir vor allem eins: Ich brauche so ein Gerät!

Denn die gut 10 Jahre alten Kinderbilder, die ich dann natürlich gleich erstmal ausgiebig scannen mußte, erwärmen das Herz gar sehr. Und nicht nur die.
Zugleich zeigt das Gerät die Schwächen, die es auch früher, als ich es noch regelmäßig nutzte, bereits hatte: die Farben beim Scannen von Farbnegativen sind nur sehr schwer (und oft gar nicht) in den Griff zu kriegen, die Schärfe ist bestenfalls als suboptimal zu bezeichnen und der Kontrastumfang erscheint mir ebenfalls nicht gerade prickelnd. Die Frage, ob ich mir von so einem Gerät eine neuere Ausgabe kaufe, stellt sich also aktueller als zuvor. Zumal ich stark den Eindruck habe, daß der Zustand der Dias und Negative sich schon nach 10 Jahren deutlich verschlechtert hat. Obwohl ich sie sorgfältig staubgeschützt und trocken lagere. Wahrscheinlich rächt sich bereits die üble Entwicklerbrühe der Billiglabore. Wovor uns jeder Fachmann immer gewarnt hat…
Es wird also Zeit!

Allgemein ist die Ära der Filmscanner offenbar vorbei. Was man heute als neu kauft, etwa von Nikon, ist tatsächlich schon 5 Jahre alt. Im IT-Wesen eine eigentlich unvorstellbare Zeitspanne. Vermutlich ein Grund mehr sich zu beeilen.
Mir ein teures Gerät kaufen, meinen Gesamtbestand zu scannen und es dann wieder weiter zu verkaufen, erscheint mir indessen nicht ernsthaft durchführbar. Dafür ist das vorhandene Material zu umfangreich und ich habe so oder so weder Zeit noch Lust, monatelang nichts anderes zu tun als zu scannen.
Aus demselben Grund scheidet die Ausleih-Variante aus.
Bleibt nur Neukauf oder Kauf eines besseren Gebrauchtgerätes.
Mal gucken.

7. April 2008

Kompakte Digiknipse

Vorgaben:
- zum wirklich immer dabei haben
- ab 28mm Brennweite
- schnell
- gute Videos

In der engeren Auswahl bislang:
- Panasonic Lumix FX55, getestet hier
Vorzüge: 16:9 und hohe Video-Auflösung

- Canon Ixus 860IS, getestet hier und hier.
Vorzüge: bessere Bildqualität (auch bei Video)

26. März 2008

Ostern, Nebenschauplatz

Den Karfreitag begann ich mit einem Lauf durch den Nieselregen. Was an Ungemütlichkeit nur noch durch den Samstag-Vormittag getoppt wurde, als ich mit Kind3 im Schneeregen mit Rädern in die Stadt zum Einkaufen fuhr. Als Ausgleich dafür endlich mal wieder umgezogen, im Haus, von einem Zimmer ins andere. Auch Eltern wollen gern mal ein eigenes Zimmer haben, so ein Vorrecht, das man Kindern fraglos zugesteht und sich selbst jahrelang verwehrt, weil man meint, man hätte ohnehin keine Zeit, die man darin verbringen könnte. Wir werden sehen.
Leider geht beim Umziehen einiges schief. Erst kille ich, wie ich erst viel später diagnostiziere, beim Abstöpseln meines Computers die WLAN-Antenne. Dann trete ich mit meinem Schienbein so dermaßen doll gegen so eine blöde Plastikbox, als ich mit einem Möbel bepackt, den Boden nicht vor meinen Füßen sehe, daß ich neben Schreien, Heulen und Kühl-Pack drauf halten mich frage, ob ich mir jetzt auch das Bein gebrochen habe. Dann, als sich das so einigermaßen beruhigt und nur ein fetter blauer Fleck und eine größe Abschürfung übrig bleibt, gerate ich natürlich in Hektik, weil in meinem neuen Zimmer das Internetz nicht auf Empfang gehen will. Statt nach der WLAN-Antenne zu gucken (zu naheliegend) verdächtige ich den DSL- und WLAN-Router, daß sein Signal nicht reicht vom Erdgeschoss bis unters Dach. Also rupfe ich den viel zu schnell und unbarmherzig aus dem Regal, um seine Reichweite mittels fensternaher Positionierung zu verbessern. Bringt aber nichts. Schlimmer noch: in der Folge geht, nachdem ich den ganzen damit verbundenen Gerätepark wieder angeschlossen habe, DSL gar nicht mehr, auch nicht über Kabel. Und Telefon, das wir nun schon eine Weile mit VoIP betreiben, geht auch nicht. Von der Außenwelt abgeschnitten.
Schöner Karfreitag. So stellt man sich das vor.
Nach dem sehr nassen und moralisch dadurch nur bedingt aufbauenden Einkauf schraube ich alles noch mal feinsäuberlich ab und wieder dran, rufe dann vom Handy aus die 1+1-Hotline an, was pro Minute läppische 80 Cent kostet. Wobei etwa 5 Minuten vergehen, bis man eine menschliche Stimme dran kriegt, die dann auch sehr nett ist, mir aber nach weiteren etwa 5 Minuten doch ganz klar nicht helfen kann. An ihrer Firme liege es nicht, sagt die charmante Dame, das DSL komme bei uns an, ich solle mal die Firma mit dem lila T anrufen, die (noch) für den Telefonanschluß zuständig ist.
Was ich dann natürlich auch sofort tue. Dort keine Gebührenansage (kostet das etwa nichts? Oder ist es so unanständig teuer, daß sie sich das nicht auszusprechen trauen?), dafür eine harsche, unangenehme süddeutsche Stimme (nichts gegen Dialekt. Ich liebe Dialekte! Aber in dieser leicht angespannten Situation wäre mir eindeutiges Hörverständnis doch geringfügig wichtiger…) – wo mir also so ein Ex-Beamter ziemlich unwirsch zu verstehen gibt, daß es an seiner Firma nicht liege, die Signale kämen gut bei mir an, ich solle mal meine Hardware checken. Die Fritzbox also. Ich habe das ja schon befürchtet. Wo doch dieses eine grüne Lämpchen da die ganze Zeit immer nur am Blinken ist, statt ruhig und beruhigend und stetig zu leuchten.
Puh, denke ich.
Schlafe am hellichten Samstagnachmittag ein Stündchen drüber. Vor Erschöpfung. Vor Aufregung.
Und dann erst in den Blödmarkt, wo es etwa 5 verschiedene Fritzboxen gibt, aber nicht die, die ich brauche. Und dann in den Geizmarkt, wo es sie gibt, die richtige Box. Eine noch. Trotz horrenden Preises (wir üben uns in vorösterlicher Geiz-Abstinenz!) kaufe ich das Teil ohne viel Federlesens, fahre ganz ruhig (betont ruhig!) damit nach Hause, packe es aus, schließe es ganz vorsichtig an.
Und es geht.
Sofort.
Alles wieder roger. Telefon. Und DSL. Und damit Internet. Jedenfalls über Kabel.
Nur an meinem WLAN-Computer geht es noch immer nicht.
Da fällt mir ein, daß ich ja zum Glück noch so einen USB-WLAN-Stick habe, schiebe den rein. Und nach einer Weile Blinken funktioniert das auch.
Puh, again.
Neben dem Räumen, Sachen schleppen, Regal abbauen und im neuen Zimmer wieder aufbauen, zwischendurch, quasi zur Erholung, also immer auch mal wieder gucken, warum das WLAN nicht ohne USB-Stick geht. Bis ich dann an der Antenne mal genauer gucke und sehe, daß das Kabel nur noch lose dran hängt. Ob es das ist? Ob es das war?!
So schnell läßt sich das nicht klären. Ich bin sehr erleichtert, daß die grundlegenden Weltverständigungsfunktionen wieder laufen und lasse es gern einfach mal familiär Ostern werden.

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