28. Januar 2010

Echte Winterbilder

Falls Sie meinen, wir hätten aber dieses Jahr einen harten Winter hierzulande.
Falls Sie frierend lamentieren, es reiche jetzt aber mal endlich mit Minusgraden und Schnee und alldem.
Gucken Sie mal hier, wie richtiger Winter geht.

20. Januar 2010

Nasse Luft

Seit 2 oder 3 Tagen taut es heftig. Die meisten Straßen und Wege sind auch wieder mit dem Rad zu befahren, was das Leben wieder einfacher macht. Damit einher geht eine unglaubliche Nässe allüberall. Gestern Abend schien alles zu dampfen, ähnlich wie Nebel und doch anders.
Heute Morgen hängen die Kirchturmspitzen in den Wolken, ebenso oberes Geismar und der Hainberg. Die Welt ist dunkelgrau mit einem ganz leichten Hang zum Blaugrau. Es wird kaum hell.
Aber wenn man gelaufen ist und die Endorphine sich im Körper verteilen, ist es deutlich weniger bedrückend als sonst, man ist sogar beinahe geneigt, es gemütlich oder romantisch zu finden.

12. Januar 2010

An der Frostbar

Schnee, so ganz in weiß, wird ja einfach gern genommen. Je dichter die Flocken, desto froher das Locken. Winteridylle ist wie noch mal an den Weihnachtsmann glauben dürfen.
Allein, es bleibt ja nicht so.
Nur wenige Tage, auf den großen Straßen sogar nur Stunden, dann überlebt nur das Braun, der Schmutz, der Matsch, der Ekel.
Erstaunlich, wie die Leute an den Haltestellen stehen, Dieseldunst atmen und sich dem Frieren hingeben. Anstatt einfach selbst die Füße zu bewegen, die paar Schritte – wenigstens bis zur nächsten Haltestelle – zu gehen und dabei warm zu werden und die Umgebung zu wechseln.
Erstaunlich auch, wie rücksichtslos und nur am Recht des Stärkeren orientiert alle miteinander verkehren. Autofahrer preschen auf Einmündungen zu Vorfahrtsstraßen zu, als seien Radfahrer minderwertige Leben. Radfahrer klingeln Gehbehinderte oder Kinderwagen Schiebende von den schneebefreiten Teilen der Gehwege, weil sie nur dort selbst halbwegs sicher fahren können. Und Fußgänger bleiben gern in Gruppen über das Wetter kakelnd gerade dort stehen, wo sie die meisten anderen behindern. Und alle warten scheinbar nur darauf angefratzt zu werden, damit sie volles Rohr zurück keifen können.
Schlechte Laune und Griesgrämigkeit brauchen gar keinen besonderen Grund, aber sie finden immer einen.

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