29. Oktober 2007

Istanbul encore…

Ich bin der Stadt verfallen, noch ehe ich ganz angekommen bin. Sie saugt mich auf und ich atme sie ein, lausche ihrem unvergleichlichen Sound aus Muezzin-Rufen, Taxi-Hupen, Fischerverkäufern, Bosporusfähren und Möwen-Geschrei. Man ist sofort mittendrin und möchte nicht, daß das je wieder aufhört.
Knapp 5 Tage nur, diesmal. Leider. Viel zu wenig. Aber besser als gar nicht.

Ein paar Links zur Musik, ohne die Istanbul auch schlecht vorstellbar ist:
Istanbul-Blog @ taz
Dolapdere Big Gang
Funda Arar
Özgün Müzik

Die absolute Abfahrt ist die Musik von Mercan Dede. Zufällig auf dem Flughafen entdeckt. Glücklicherweise gerade so gekauft. Einmal reingehört kann man nicht mehr damit aufhören.

Eine knappe Auswahl an Wörtern, die mir mehr denn je aufgefallen sind:
Müzik, Kuaför, Banlijö Tren, Gar, Şarküteri – und noch viele mehr. Ändert man die Schreibweise ein wenig, sind es alles Direktimporte aus dem Französischen. Wann das wohl passiert sein mag…

Ein paar Photos habe ich auch gemacht. Ich muß sie erst einmal sichten, bevor ich einer Entscheidung, was ich mit ihnen anfangen kann, näher komme.

Für die Freiheit und auch sonst die Möglichkeit zu reisen bin ich dankbar wie sonst nur für sehr weniges andere.

18. Oktober 2007

Akut gefährdet: der Wendebachstausee

Die Politiker wollen sich wieder mal ihrer Verantwortung entziehen (tun sie je was anderes?) und die unwägbaren Risiken des Wendebachstausees los werden. Der staut den Wendebach (ja tatsächlich!) und beschützt den Ort Niedernjesa vor etwaigem Hochwasser. Der Wendebach mündet dann später in die Leine. Insofern schützt der Staudamm auch ein wenig die Stadt Göttingen.
Oder vielmehr: er würde das tun, wenn er nicht eigentlich brüchig wäre und geologisch instabil. Ich kenne mich mit den technischen Details nicht aus, die desinformierenden Artikel des Göttinger Tageblatts helfen da auch nicht wirklich weiter. Klar ist nur: der vom Land gebaute Damm soll aus Landesverantwortung raus, vor allem wollen die kein Geld mehr dafür bezahlen. Die anliegenden Gemeinden sollen (und wollen eigentlich auch gern) übernehmen – aber wer soll das bezahlen?!
Nun geht es beileibe nicht nur um Hochwasserschutz, sondern viel mehr noch um die in den letzten 30 Jahren gewachsene landschaftliche Idylle! Die zieht (keineswegs nur im Sommer zum Baden) tausende Erholung suchende Menschen aus beachtlich weitem Umkreis an. Das Gelände ringsum ist naturnah rekultiviert und ein ökologischer Lehrpfad ist angelegt worden. Es gibt Frösche und Fische und Wildgänse und Nacktbadende. Und reichlich Singvögel, u.a. ganze Schulen von Nachtigallen. Man kann grillen dort, sich sonnen (oder beides gleichzeitig), baden, ein paar Meter weiter nur bachaufwärts durch ein paradiesisches Tal wandern oder radeln und es sich einfach rundum gut gehen lassen.

Das Wendebachtal mitsamt dem Stausee sind eine der schönsten landschaftlichen Ecken, die ich kenne.
Und das muß unbedingt so bleiben.
U.N.B.E.D.I.N.G.T.

16. Oktober 2007

Goldener Oktober

Is ja asbach uralt, aber man wird ja auch selba nich jünger.
Dieser leckere Geruch am frühen Morgen draußen, dazu hoch im Südhimmel Orion und hell strahlend im Osten die Venus. Später scheint die Sonne so lange und intensiv, daß nicht nur all das nett gefärbte Laub so richtig grell am Leuchten is, sondern dasses einem auch so richtich voll warm wird.
Mir persönlich geht das dann so, daß ich, wenn ich es dann endlich mal raus geschafft hab (Trägheit der Masse), gar nich wieder rein will (weil sooo schön draußen).
Sonntach war ich morgens ne gute Stunde Laufen und nachmittags mit Frau und Kind und Kegel und Freunde und deren Kegel und Kind (aber ohne Kaninchen) fast 3 Stunden spazieren im Wald und auf dem Kerstlingeröder Feld. Daß da kein Kind sich beklagt hat, lag nicht nur an Brezeln und Bratwurst, die es hinterher am Kehr kredenzt gab. Das war eher ganz neu. Wenn auch irgendwie so gar nicht überraschend.
Also lieber Oktober: weiter so. Nich schwächeln jetzt. Vor allem nich nächste Woche, wenn Herbstferien sind und wir groß auf Tour wollen!

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