14. März 2007

Bahncard für das Kind

Im Januar wollten die großen Kinder mal spontan die Patentante besuchen. Da faßten wir uns ein Herz und dachten, das können sie ruhig mal allein mit der Bahn machen. Schließlich sind sie oft genug mit uns zusammen im Zug nach hier und dort gefahren und wissen, wie das geht.
Also bin ich zum Schalter im Bahnhof gegangen um für die Kinder Bahncards zu kaufen. Eigentlich davon ausgegangen, daß diese Kinderbahncards weitere Anhängsel zu meiner eigenen werden, wie schon die Gattinnenbahncard. Aber nein, belehrt mich die freundliche Bahnservicemitarbeiterin, das sei ja viel zu teuer für zwölfjährige Kinder. Da sollte ich lieber jedem eine von mir unabhängige Jugend-Bahncard kaufen, die koste einmalig 10 Euro pro Stück und gelte, bis die Kinder 18 seien. Als Anhängsel zu meiner Card würden sie stattdessen jedes Jahr 10 Euro kosten, 6 Jahre lang. Eine einfache Rechenaufgabe. Ich war sofort überzeugt.
Und damit nicht genug, machte sich die freundliche Dame sogleich daran, die umfangreichen Antragsformulare für beide Kinder weitgehend für mich auszufüllen. Lediglich die Namen durfte ich selbst schreiben. (Solcherart Service am Kunden ist in anderen Dienstleistungsbetrieben gar nicht mehr erlaubt, weil viel zu teuer. Und überhaupt!)
Zuguterletzt fehlten natürlich leider Fotos. Eine Jugendbahncard geht auch nur mit Foto. Das sei aber kein Problem, die könne ich nachreichen. Sprachs und drückte mir einen frankierten Briefumschlag in die Hand, adressiert an die Bahn. Da solle ich einfach irgendwelche Fotos, auf denen die Kinder erkennbar seien, rein tun, Namen auf die Rückseite und ab die Post.
Ich war geradezu gerührt.

Aber das wäre dann natürlich auch etwas zu einfach gewesen.

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12. März 2007

Waldverwüstungen

Beim Lauf ums Kerstlingeröder Feld fragt man sich, ob da ein paar durchgeknallte Typen beim Durchzechen eine langen Nacht mit schwerem Waldfahrzeug Einparken geübt haben, ob der Chef des Grünflächenamtes (oder des Forstamtes oder wer immer da zuständig sein mag) ein neues Spielzeug geschenkt bekommen und beim Waldspaziergang ausprobiert hat – oder ob das die Resultate des Streits um die Ausweisung neuer Naturschutzgebiete sind, die man dort mit Schrecken zu sehen bekommt:
Überall vom Weg aus in den Wald hinein brutal plattgewalzte Schneisen, rausgerupfte Bäume, auf dem Weg in üblicher Manier geschichtet, der Weg selbst jedoch durch Matsch und großformatige Reifenspuren beinahe unpassierbar. Grobschlächtig, unbarmherzig, gemein. Anders kann man das einfach nicht nennen. Wieso dürfen die das?!

11. März 2007

Es wird Frühling

Mit ungeheuerer Macht zieht die Sonne wärmend und erhellend alle nach draußen. Der Atem des Lebens bekommt eine ganz neue Qualität. Und die Beziehungen zu den Menschen um mich herum leben auf.
Ja.
Aufatmen!

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