28. Februar 2007

PC aufrüsten

Erst bin ich in den Gebrauchtteileladen gegangen und habe nach DDR-RAM gefragt. Und es war wie die beiden Male davor in diesem Laden auch schon: der Mann wirkte, als wolle er seinen Ramsch (oder sollte man es Schrott nennen) lieber nicht verkaufen. Er habe nicht, was ich wolle. Das sei sehr begehrt, aber gerade nicht da. Nur, was ich im Schaufenster sähe. Und da gab es nur absolut Uraltgrafikkarten. Solche mit 4MB Speicher. Weiß nicht, ob es noch Leute gibt, die sowas kaufen würden.
Nur wovon lebt dieser Ladenbesitzer?
Später in dem Laden, in dem ich vor knapp 5 Jahren meinen PC gekauft habe, bekomme ich auf Anhieb genau den Speicherriegel, den ich haben wollte: 512 MB DDR-RAM PC400. Ich hätte zwar lieber gleich 2 Riegel gekauft, gab aber nur 1. Und den für knapp 40 Euro. Im Internet gibt’s das auch nicht billiger. Ich bin sehr angenehm überrascht.
Die Krönung kommt allerdings erst zuhause, als ich meinen Computer aufschraube und feststelle, daß er nur 3 RAM-Slots hat, daß also sowieso nur der eine Riegel reinpaßt. Ich prökel ihn also rein, die Kiste fährt neu hoch, ich erwarte eigentlich ganz sicher irgendein ekliges Piepsen, das die Inkompatibilität zum bereits eingebauten Altspeicher anzeigt – aber nix da: plötzlich habe ich tatsächlich 1GB adressierbaren RAM.
Ich bin entzückt.
Als ich dann noch feststelle, daß meine alte nvidia-Grafikkarte gar keinen Lüfter hat, wie ich eigentlich angenommen hatte, sondern bereits passiv gekühlt ist, daß ich also nur noch 1 neuen CPU-Lüfter besorgen muß, weil der noch ziemlich laut ist, tja, da nimmt dieser Tag doch noch 1 richtig gutes Ende!

25. Februar 2007

Im Wald

Morgenlauf rauf. In den Wald zum Kerstlingeröder Feld. Es ist matschig, aber kein Schnee mehr zum Glück. Zwei große Flächen, die Kyrill abgeräumt hat. Einige Festkilometer Holz, die da auf Abtransport warten. Gruselig. Aber eine Waldamsel singt wunderbar melancholisch. Ich höre die ersten Singdrosseln der Saison (nie waren sie so früh!), auf dem Feld oben dann auch Goldammern und einen Specht hämmern und singen. Noch ganz schüchtern ein Buchfink. Laufen wie Musik. Anstrengung. Lust. Lebensatem.

23. Februar 2007

Fastenzeit

Ich faste weder für den Frieden noch im Ernst für das Klima. Obwohl, wenn das ginge und in meinen Augen Sinn hätte, würde ich es tun. So aber erstmal einfach nur für mich selbst: freiwillig sechs Wochen kein Alkohol und keine Süßigkeiten.
Heute ist Tag 3.
Die ersten beiden Tage habe ich mit einer leicht verschärften Ration Obst gut rumgekriegt. Eindeutig (noch?) keine Entzugserscheinungen. Allerdings ist es mitunter schon schwierig die Hände stillzuhalten, wenn zuhause auf einer Kommode, an der ich ungezählte Male am Tag vorbei gehe, fett und breit eine Riesenpackung Schokokrams rumliegt.
Bleiben noch 39 Tage.

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