28. Februar 2006

Der Wendebachstausee

Zwischen Reinhausen und Niedernjesa und Stockhausen liegt der Wendebachstausee. Er wurde vor etwa 25 Jahren zum Hochwasserschutz angelegt. Tatsächlich genutzt wird er seit vielen Jahren als Naherholungsgebiet und als Badesee. Auch eine große Schar Wildgänse nistet an seinem Ufer. Eine Idylle, wie es sie selten nur noch gibt.

Um die Zukunft dieses wunderbaren Fleckchens Erde und Wasser ist nun ein Streit um seine Finanzierung entbrannt. Die Landesregierung möchte ihn nicht mehr bezahlen, die anliegenden Gemeinden aber auch nicht. Problematisch scheint dabei vor allem zu sein, daß die Eignung des Stausees als Hochwasserschutz höchst zweifelhaft ist. Einige wenige Stau-Tests, die in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden, waren offenbar eher erfolglos. Im Falle eines Hochwassers bestünde demnach die Gefahr, daß die unterhalb des Sees liegenden Orte überflutet würden.
Keine Seite scheint mit offenen Karten zu spielen, aber jeder hat wenigstens 1 Schwarzen Peter in der Hand, den er möglichst billig loszuwerden trachtet.

Ich möchte hier mal laut und deutlich betonen, daß das Biotop Wendebachstausee mitsamt dem paradiesischen Radweg nach Reinhausen und der großen Grillwiese und dem Eichenwald und der Insel und überhaupt alles das – unter welchen Besitzverhältnissen auch immer – unbedingt erhalten bleiben muß.

27. Februar 2006

Historische Sichtachsen

Der Wall ist eine aus dem Mittelalter übrig gebliebene Befestigungsanlage, die noch fast vollständig die Göttinger Altstadt umschließt, als grüne Zone, so deutlich erhöht, daß man von vielen Stellen aus schöne Blicke in Gärten und Hinterhöfe hat. Eine Oase inmitten der Stadt, die zu Spaziergängen, zum Joggen, zum Genießen einlädt, vor allem weil man dort das Gefühl hat, nicht mehr mitten in der Stadt zu sein.
Und jetzt kommen (im Profilierungswahn?!) die Stadtoberen auf die Idee, an einigen markanten Stellen historische Sichtachsen freiroden zu sollen. Anders ausgedrückt: Bäume, Sträucher und Buschwerk abzuholzen, um den Blick auf die öde Steinwüste vor dem Bahnhof freizulegen, zum Beispiel.
Man fragt sich unwillkürlich, warum ausgerechnet für so einen Unsinn auch nur 1 müder Euro übrig sein kann!
Und wozu? Als 1 weiteres Denkmal, das noch viele Jahre an die ruhmreiche Danielowski-Ära gemahnen wird?

Auf jeden Fall: Erfüllungsgehilfe Norbert Mattern kann es schon kaum noch erwarten endlich wieder Säge anlegen zu dürfen.

24. Februar 2006

Der Müll und die Stadt


Aufgrund einer Zugverspätung habe ich einen unfreiwilligen Aufenthalt in Hannover. Ein kleiner Spaziergang durch die Innenstadt am frühen Morgen in Zeiten des Streiks. Die Phantasie fängt sofort an das weiterzudenken.


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