30. Dezember 2005

Abend über der Altstadt


Es ist so ruhig, verglichen mit letzter Woche.
Beinahe besinnlich.
Wie überaus angenehm.

28. Dezember 2005

Schneeweiß – die letzten Tage (3)

27. Dezember 2005

Es ist vorbei

Nein, nicht das Leben. Nur Whynachten. Und das ist auch gut so.
Die dreieinhalbstündige Rückfahrt für knapp 200 km wegen einsetzenden Winterwetters mit überfrierender Schneeglätte bei zunehmender Nachtblindheit mit hinten vor Langeweile nervenden Kindern und neben mir sich vor Angst buchstäblich krümmender Dame hat mir gestern irgendwie den Rest gegeben.
Rechnet man die Wochen, die ungezählten Stunden, die man mit Ideen sammeln, in diverse Geschäfte rennen, aussuchen, bestellen, basteln, beschriften, einpacken verbracht hat – gegen die paar Minuten, die es brauchte, den unglaublichen Geschenkeberg wieder abzutragen, auszupacken und in Beschlag und Betrieb zu nehmen -
Aber das ist es ja noch nicht allein.
Da wäre ja auch noch diese allgemeine Anspannung, die sich zum Crescendo steigert und von der man erhofft, sie finde im Holy Evening so etwas wie eine Erlösung und an den Whynachztagen die Gelegenheit zur Erholung und Entspannung, zum Ausruhen und fröhlichen Miteinander.
Aber nein, eben nicht. Die ersehnte Ruhe stellt sich nicht ein, das verwandtschaftliche Geglucke ist eher anstrengend denn erholsam und entspannt sind nicht einmal die Mahlzeiten, leider.
Und kaum ist’s vorbei, ist man dann traurig, daß es vorbei ist. Untermalt von bittersüßer Enttäuschung. Seltsam enttäuscht von all den Geschenken, die man genau so bekam, wie man sie sich gewünscht hatte und die gerade deswegen doch nicht die Sehnsucht erfüllten, die man in sie gelegt hatte. Denn die letzten Reste von Geheimnisvollem, von Überraschung, von sich ausmalen, wie es sein würde, die sind dann eben auch dahin. Schon als Kind erlebte ich das oft: diese seltsame Ernüchterung, wenn man bekam, was man wollte.
Und so frage ich mich, was ich mich jedes Jahr um diese Zeit frage: warum mache ich das alles (mit)?
Warum verwende ich nicht lieber all die Energie statt für Geschenkeschießen für’s Konzipieren und Vorbereiten eines ganz anderen Whynachten, eines, das die eigentlichen Bedürfnisse befriedigt?
Nächstes Jahr endlich mal?

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